Nein, warte, lass das Licht ruhig aus…

Wir Frauen machen ja eine Menge, um gut auszusehen. Wir investieren Trilliarden in Cremes, Klamotten, Schuhe, Fitness-Studios, Make Up, Haare, verbringen Stunden vor einem Date mit der Entscheidung, was wir denn um Himmelswillen bloß anziehen sollen, damit wir weder zu sexy, noch zu prüde, weder zu dick noch zu dünn, zu lang oder zu kurz aussehen…. So viele Stunden Selbstreflektion, zumindest der körperlichen…

Wir glauben, dass Männer mit ihren Ansprüchen an surreale photogeshopte Wesen, bizarr Barbiepuppen-dünn, mit großen Augen, großen T… und langen Beinen uns mit einem weiblichen Kumpel vergleichen – die naja, ganz nett ist, aber, oh nein, sie hat ja Cellulitis, oh, den Bauch hat sie aber gekonnt versteckt… und naja, die Brüste, ja geht schon, bisschen klein, aber…

Dabei traf ich mich neulich mit einem Mann, der rein optisch eigentlich nicht so meinen Vorstellungen entsprach. Nun gut, er hatte schon ein interessantes Gesicht, aber offensichtlich kümmerte er sich nicht sonderlich um Hautpflege, wahrscheinlich zu weiblich, so dass sich Hautunreinheiten nur allzu deutlich abzeichneten… aber gut, das kann man ja ändern.

Wir trafen uns also zum Essen, Candle-light-Dinner, da sah man ja nicht so genau hin und alles war wie mit Weichzeichner verwandelt. Das Abendessen war ok, man kann allerdings nicht sagen, dass das Barpersonal schon die Stühle hochstellte, und wir immer noch in der Stunden-andauernden Unterhaltung steckten… also zogen wir es vor, unsere Hemmungen noch mit etwas Alkohol abzubauen…

Was auch gelang. Wir landeten irgendwann bei ihm. Das war in Ordnung, es war nicht wirklich das erste Date, und eigentlich hatte ich auch nicht mehr als einen One-Night-Stand vor.

Was ich dann allerdings auspackte, verschlug mir glatt die Sprache. Warum müssen Frauen ihren Körper eigentlich die ganze Zeit instandhalten, während Männer sich offensichtlich und ausschließlich auf ihre inneren Werte berufen? Männer Mitte Dreißig müssen noch keinen Bierbauch wie ein Mann Mitte Fünfzig haben, und selbiger sollte auch nicht wie eine Frau nach der Geburt aussehen. Ich verlange keinen Waschbrett-Bauch eines Unterwäschemodels, um Gotteswillen nein. Aber ist es denn zu viel erträumt, wenn man auch mal einen knackigen Po berühren will, damit man merkt, dass man nicht mit einer Frau im Bett liegt? Es ist vielleicht nichts, was man nicht ändern könnte, aber manchmal denke ich schon, wenn ich einen Mann erst zur Körperpflege und zum auf-sich-selbst-achten erziehen muss, dann kann ich mir auch gleich einen selbst backen.

Liebe Männer, und das ist der springende Punkt, wenn wir Frauen sehen, wie nachlässig ihr mit euch und eurem Körper umgeht, raucht, sauft, keinen Sport treibt und das dann alles auf den stressigen Beruf schiebt, dann frage ich mich, ob ihr irgendwann mit eurer Angebeteten genauso nachlässig umgehen werdet, und ihr die alleinige Verantwortung für die Beziehung auferlegt.

Man muss kein Fitness-Studio-Fanatiker sein, bloß nicht, ich finde Männer sehr sexy, die lieber ihren Geist bilden, als ihren Körper zu stählen. Wenn eines aber vernachlässigt wird, ruft das zu sehr nach Mutti, die euch offensichtlich zu wenig Eigenverantwortlichkeit und Respekt euch selbst und somit auch eurer Partnerin gegenüber mit auf den Weg gegeben hat.

Und wenn von uns schon Übermenschliches erwartet wird, kann von euch ein klein wenig Arbeit an euch und eurer Einstellung auch verlangt werden. Alles andere ist nämlich unsexy.


Die richtigen Fotos einstellen

Vor längerer Zeit hatte ich einen Mann bei einer Singlebörse angeschrieben, der mir auf seinem Profilbild äußerst gut gefiel. Allerdings war dies auch das einzige Foto, was er eingestellt hatte.

Aber eben dieses Foto war imstande, mich glauben zu machen, dass es sich hierbei um meinen Traummann handeln müsse – nur das dieser nicht auf meine Anfrage antwortete und ich dementsprechend enttäuscht war.

Nun erhielt ich -wohlgemerkt Monate später- doch noch Post von ihm. Mittlerweile hat er ein weiteres Foto hochgeladen, zu meiner Verblüffung offenbart dieses jedoch nicht den imaginierten Traummann. Nein, er sieht darauf ganz anders aus!

Klar, auf Fotos kann man besser oder schlechter aussehen und die reale Person wiedergeben wird ein Foto wohl nie. Die wahre Ausstrahlung – oder deren Abwesenheit – kann man erst bei einem Treffen erfahren, aber darauf verzichte ich in diesem Fall.

Die Auswahl der richtigen Fotos ist beim Online-Dating nicht zu unterschätzen, jedoch scheinen gerade Männer damit Probleme zu haben. Wer Interesse wecken will und nicht den falschen Eindruck, sollte  folgende Fehler vermeiden:

  1. Statussymbole wiedergeben z.B. sich an ein teures Auto lehnen
  2. sich mit freiem Oberkörper ablichten lassen und mit Muskeln protzen
  3. im Bett räkelnd oder am Strand liegend
  4. eine abgeschnittene Frau im Bild, von der anzunehmen ist, dass es sich um eine Verflossene handelt
  5. Kinder im Bild – es geht in erster Linie um Mann und Frau, zu den Kindern später kommen!
  6. ernste Bewerbungsfotos mit Krawatte und Anzug – Langweiler!
  7. Bierflaschen in der Hand – sorry Jungs, ich stelle mir dabei vor, wie ihr nach Hause kommt, euch auf die Couch pflanzt und nach Bier und Hauspantoffeln verlangt
  8. eine kaum erkenntliche Person in der Ferne zeigen
  9. touristische Aufnahmen z.B. neben dem Eiffelturm-  ich möchte nicht irgendeine Touristenattraktion sehen – die Attraktion sollten Sie sein!

Also worauf ist zu achten?

  1. unbedingt mehrere Fotos einstellen
  2. für das Hauptfoto eine Porträtaufnahme wählen
  3. weiterhin ein Ganzkörperfoto und nach Möglichkeit eine Profilaufnahme einstellen
  4. die Fotos sollten aktuell sein und nicht aus „besseren“ Zeiten stammen
  5. schaut freundlich und offen, nicht gekünstelt
  6. die Fotos sollten euch gut wieder geben
  7. achtet auf eure Kleidung und auf die Hintergründe
  8. keine Fernaufnahmen
  9. keine anderen Personen im Bild
  10. Hüte und Sonnenbrillen vermeiden, sodass man das wahre Gesicht zu sehen bekommt (bei mehreren Fotos wäre eins ok)

Sie haben keine guten Fotos? Dann starten sie eine Session mit einer Person, der sie zutrauen, ein paar gute Fotos zu schießen oder gehen sie notfalls zum Fotografen. Haben Sie vor allem Spaß dabei und verkrampfen Sie nicht. Und wenn es erst bei dem 200. Bild klappt…


Trennungskind

Heute möchte ich Euch die Geschichte von Toby und seinen Eltern erzählen. Toby ist ein süßer, blonder und aufgeweckter Junge, 5 Jahre alt. Er war ein Wunschkind, doch seine Eltern sind seit anderthalb Jahren getrennt.

Neulich fragte Toby seinen Vater: „Papa, warum bin ich mehr bei Mama als bei dir?“
Papas Antwort: „Na bei Mama wohnst du fest und zu mir kommst du zu Besuch.“
Toby: „Aber ich hab dich doch viel lieber als Mama?!“

Ob Toby seinen Papa (Ralf, 34 Jahre) tatsächlich lieber hat, oder ob es nur ein Mittel war, um mehr Zeit mit ihm verbringen zu können, sei dahin gestellt. Fakt ist, unendlich viele Kinder leben in der gleichen Situation, die Eltern sind getrennt und ob nun gerade bei Mama oder Papa, der andere Elternteil wird schrecklich vermisst. In den meisten Fällen wünschen sich die Kinder, dass die Eltern wieder zusammen kommen.

Papa Ralf wohnt nun ein paar Straßen weiter, wo Toby ebenso ein Kinderzimmer hat. Seine Mama hatte ihm die Trennung so erklärt: „es kribbelt nicht mehr im Bauch“. Eine Erklärung, mit der Toby wohl kaum etwas anfangen konnte.

Die Wahrheit ist, dass es sehr wohl in ihrem Bauch kribbelte, bloß dass das Kribbeln durch einen anderen Mann ausgelöst wurde. Mit diesem verheirateten Mann bahnte sich eine Affäre an. Als Ralf dies zum 8-jährigen Jubiläum bemerkte, bekam er, trotz genauerem Nachfragen zum abendlichen Verbleib der Partnerin, die Wahrheit nicht gesagt. Erst als er sein Wissen über die Liaison bekannte, bekam Ralf alles auf den Tisch gepackt; und zwar alles, was sie störte und was er falsch gemacht hatte… und dass eben Schluss sei.

Ralf war zutiefst verletzt, auch wenn er selbst schon lange nicht mehr glücklich war und im Bett schon ewig Funkstille herrschte. Dennoch versuchte er die Beziehung zu retten, daran zu arbeiten, aber es hatte keinen Zweck. Die Mutter seines Kindes hatte Besseres zu tun, nämlich diesen neuen Mann zu treffen.

Schweren Herzens hatte sich Ralf das ganze Spektakel angesehen und nach anfänglichem Kampfwillen – schon des Kindes wegen -  eingesehen, dass er mit dieser Frau eigentlich gar nicht mehr zusammen sein will. Vor allem das Leugnen der Affäre – eiskalt, ohne ein Wimperzucken – war für Ihn ein unverzeihbarer Fakt.

Als seine Ex ihrem Liebhaber eröffnete, dass sie quasi den ersten Schritt gemacht hat und sich von Ralf getrennt hat, bekam es der Ehebetrüger mit der Angst zu tun und entschied sich ganz klar für seine Frau und Familie. Und Ralf, der sein Leben neu plante, durfte sich nun vorwerfen lassen, dass er nicht richtig um sie gekämpft hätte.

Auch staunte Ralf nicht schlecht, als er seinen Sohn zu einem Kindergarten-Freund sagen hörte: „Meine Eltern trennen sich auch.“ Der Freund, dessen Eltern geschieden sind, antwortete: „Meine Eltern haben sich immer gestritten.“ Darauf Toby: „Nein, meine haben sich nicht gestritten.“

Und in diesem Satz lag das ganze Beziehungsproblem seiner Eltern: Sie haben sich nicht streiten können, weil keine wirkliche Kommunikation stattgefunden hat. Was gestört hat am anderen, wurde nicht angesprochen und konnte somit auch nicht geändert werden. Wer Probleme und Störfaktoren über Jahre in sich hinein frisst, um sie eines Tages allesamt auf den Tisch zu spucken, der hat am anderen vorbei gelebt, sich selbst betrogen, um die Möglichkeit einer wirklich harmonischen Beziehung. Denn Harmonie bedeutet nicht, sich nicht zu streiten. Harmonie entsteht durch Kommunikation, durch das Balancieren von Wünschen und Vorstellungen und dem Willen, an sich selbst und der Beziehung zu arbeiten. Dabei kann ein Streit der Erneuerung der Liebe dienen.



Try and error

Neulich erhielt ich einen Anruf… mein letzter Freund war wieder in der Stadt. Nun ja, Freund ist etwas geprahlt, eigentlich ging es nie über eine Affäre hinaus… Oder wie soll man sowas nennen, was man wiederholt, obwohl man weiß, dass es nicht gut für einen ist? Fehler vielleicht? Hm, nun ja, dann also war mein letzter Fehler in der Stadt. Einerseits freute ich mich, ihn zu sehen, andererseits hatten wir nach Beendigung unseres Fehlers krampfhaft versucht, ein normales Verhältnis zueinander aufzubauen. So zu tun, als wäre man … ja was eigentlich… just friends? Dabei ist eigentlich ziemlich klar, dass die Anziehung bei uns hauptsächlich sexueller Natur war. Und wir darüber hinaus nicht viele Gemeinsamkeiten hatten. Nicht, dass mich sein Leben nicht interessiert hätte, aber Herr Fehler ließ mich ehrlich gesehen, nie wirklich an seinem teilhaben. Typischer Fall eben von Sex: ja – Liebe: nein.  Meist verwechselt Frau das auch. Ich jedenfalls tue das, und bewundere hiermit offen alle Geschlechtsgenossinnen, die die Trennung perfekt hinkriegen… aber das ist ein anderes Thema, das ich demnächst aufgreifen werde.

Da wir es nicht auf einen Kaffee schafften, vereinbarten wir, uns auf einer Abendveranstaltung zu treffen. Das kam mir auch nicht ganz ungelegen, jedenfalls blieb uns dann vielleicht das gezwungene: „und, was machst Du jetzt so?“  erspart.

Als wir uns dann trafen, fiel mir auf, wie gut er wieder aussah. Oh Gott, und da ich nach ihm noch ein paar weitere Fehler gemacht hatte, aber keiner der anderen Fehler irgendwie mit ihm mithalten konnte, war ich erneut fasziniert von seiner Ausstrahlung und seinem Aussehen (ich muss schon sagen, ein Adonis in meiner Galerie der Try and Error).

Ich versuchte das zu kaschieren, indem ich umso schneller an meinem Glas nippte. Parallel dazu stieg natürlich mein Gemütszustand ins Feucht-Fröhliche. Zwanglos drehte jeder seine Runden, um dann – nach einer weiteren Runde – noch etwas heiterer zu sein. Problem war dabei, dass nur ich heiterer wurde. Er war relativ gelassen. Doch auf jeder meiner Runden hat sich das alte Eroberungsspiel tiefer in mein Gehirn gegraben und ich wollte unbedingt wieder einen Fehler mit ihm machen.  Irgendwann entschied ich mich also, auf´s Ganze zu gehen und die Sache unverbindlich einzuleiten. „Also, puh, ganz schön heiß hier drinnen. Wollen wir kurz raus?“ Draußen Teil II „was machst du denn jetzt noch so… ich glaube, ich müsste demnächst …hach… mich hinlegen…“ … Donnerschwer das Krachen des Zaunpfahls…

Er lächelte mich schief an. Zugreifen, dachte ich, senkte die Lider, schenkte ihm einen verführerischen Blick und sagte: „Ich glaube, ich geh jetzt mal… und du?“, ein leichtes, wie unbeabsichtigtes Streifen meiner Hand seines Arms… Ich muss die Situation etwas falsch eingeschätzt haben. Er hob die Hand und winkte. „Na, dann Tschüss.“  Ich starrte ihn an: „Bis irgendwann mal wieder. Ich geh jetzt wieder rein.“

In diesem Fall wurde ich – völlig verdattert –  dazu verdonnert, endlich aus meinen Fehlern zu lernen. Dass aber ausgerechnet er es war, der dies tat, nun ja, damit muss sich jetzt mein Ego auseinandersetzen ….


Seitensprung

Neulich war ich auf einer Party. Ich lernte einen jungen Mann kennen, Anfang 30, guter Job, verheiratet, mit Haus und zwei Kindern. Seine Frau und er möchten gern ein weiteres Kind, die Frau war auch gerade schwanger, doch leider hat sie es verloren. Das alles weiß ich von einer Freundin, die ihn eingeladen hatte.

Aber nun stellen Sie sich vor, dass genau dieser Mann am gleichen Abend mit einer Singlefrau rumvögelt, während seine Frau zu Hause auf die Kinder aufpasst und möglicherweise noch nicht über den Verlust hinweg ist.

Solche Stories gibt es zur Genüge und ich bin immer wieder schockiert, wenn ich sie erfahre, diesmal umso mehr, weil ich diesen Mann selbst persönlich kennen gelernt hatte, ihn auch noch sympathisch fand und ich es ihm schlichtweg nicht zugetraut hätte.

Genauso wenig wird es ihm wohl seine Frau zutrauen, die übrigens viel besser aussehen soll als diese Singlefrau. Kann man nur hoffen, dass sie verhütet haben und er nicht ein weiteres Kind gezeugt hat oder irgendeine Krankheit nach Hause bringt.

Das Prinzip des Fremdgehens ist mir ein Rätsel. Noch nie habe ich verstanden, warum manche Menschen scheinbar lieber fremdgehen, als sich von ihrem Partner zu trennen, und da meine ich Frauen wie Männer. Doch wer ein drittes Kind will, denkt wohl kaum an Trennung oder Scheidung – der will ganz eindeutig Spaß. Ist es vielleicht das, was diesen Betrügern im Beziehungs- oder Familienleben fehlt? Spaß und spontaner Sex? Gut möglich, aber definitiv keine Entschuldigung. Wer so etwas macht, braucht auch später keine Reue vorspielen, denn er weiß ganz genau, was er da tut.

Aber bei der ganzen Schuldzuweisung sollte man trotzdem zwei Seiten betrachten, nämlich auch die des Betrogenen. Ich habe einen Freund, Jan, der schon mit 18 Jahren heiratete. Seine zwei Söhne waren klein, als er begann, mit verschiedenen Frauen fremd zu gehen. Seine Frau währenddessen saß natürlich mit den Kindern zu Hause. Ich selbst musste teilweise als Alibi herhalten und es war mir immer äußerst unangenehm, wenn ich Jans Frau begegnete. Sie tat mir unendlich leid, aber trennen wollte sich Jan nicht. Erst viel später erfuhr ich von seiner Frau persönlich, dass sie nach den Schwangerschaften absolut keine Lust auf Sex hatte und befürchtete, Jan würde denken, sie liebe ihn nicht mehr. Da konnte ich dann doch etwas nachvollziehen, warum sich Jan die Befriedigung anderenorts holte. Die beiden sind immer noch zusammen, mittlerweile sind die Kinder groß. Wie es um ihr Sexleben steht? Ich weiß es nicht.

Aber nicht nur Männer betrügen, auch Frauen sind sehr gut darin. So Iris, die sich während ihres  Studiums in einen Überflieger von Mann verliebte, der zwar optisch nicht so viel zu bieten hat, aber sehr viel Geld verdient und ihr ein schönes Leben als Hausfrau finanziert. Nach 10 Jahren Ehe wurde ihr wahrscheinlich etwas langweilig, denn zum Zeitpunkt ihrer Schwangerschaft hätte das Kind auch von einem anderen sein können. Nach wie vor vergnügt sich Iris mit ihrem Liebhaber und wenn sie diesen nicht sehen kann, schickt sie ihm Fotos von ihrer Vagina und schreibt ihm schmutzige Phantasien. Trennen will sie sich nicht.  Klar, dann müsste sie vielleicht mal zur Realität zurück kehren und etwas für ihren Luxus tun. Den kann ihr Mr. Lover nämlich nicht bieten und mit einem abgebrochenen Studium und ein paar Teilzeitjobs auf dem CV dürfte ihr der Berufseinstieg schwer fallen.

Von diesen Beispielen könnte man ableiten, dass Männer aus „Sexmangel“ fremdgehen und sich Frauen aus „Geldmangel“ nicht trennen. Aber sicherlich gibt es noch genügend andere Gründe für Fremdgehen und Zusammenbleiben. Jedenfalls glaube ich, dass guter Sex bindet, aber leider allzu oft Abhängigkeiten wie das gemeinsame Haus und Kinder den Klebstoff Sex ersetzen.


Zu sexy oder zu prüde?

Zwei Tage nach dem Date mit Mr. Horny traf ich meine englische Mitbewohnerin im Flur. Sogleich fing ich an, ihr von meinem unglaublichen Date zu erzählen. Uns vor Lachen biegend, sagte sie: “oh, meet my friend Ben, he´s in the kitchen“. Und da saß Ben. Nicht nur, dass er den gleichen Namen hatte, er sah auch noch so aus wie eine bessere Mischung aus Ben Affleck und Ben Stiller. Fuckin´ hell… Peinlich berührt wurde mir klar, dass mein Posaunen-Auftritt im Flur meinem Ruf als sensible, feinfühlige, ehrliche Romantikerin nicht wirklich gerecht werden konnte…

So tat ich mein Bestes, um in der Konversation mit Ben witzig, charmant, intelligent, bezaubernd und ja, verführerisch zu sein. Das zeigte Wirkung: Jedes Mal, wenn wir uns ansahen, spürte ich elektrische Stöße durch meinen Körper zucken. Im Bad konsultierte ich meine Mitbewohnerin, wer also ist Mr. Ben? Es stellte sich heraus, dass Ben ihr Schulfreund ist, den sie aus Kindertagen kennt, und der sie nach langer Zeit mal wieder in Berlin besuchte. Auch ist Ben Single, jedoch über seine letzte Beziehung noch nicht ganz hinweg. Dass er unbedingt wieder mit seiner Ex zusammen kommen will, ignorierte ich. So hatte ich schließlich auch nach meiner letzten Beziehung gedacht, bis ich jemanden traf, der mich eines Besseren belehrte. Dieser jemand wollte ich für ihn sein.

Der Abend nahm seinen Lauf, wir gingen aus, die Gespräche wurden angeregter, die Cocktails zahlreicher, die Blicke tiefer, es gab definitives „something in the air“ … endlich küssten wir uns. Yeehaa, dachte ich. Und diesmal war ich mir sicher. Anders als vor 2 Tagen, wollte ich diesen Herrn hier um jeden Preis mit in meinem Bett haben. Das bestätigte mir auch, dass ich eben kein Problem mit Sex on the fist date habe, sondern nur, wenn der Mann dazu nicht stimmt.

Aber an diesem Abend wollten alle von Club zu Club weiterziehen und auch Ben machte keine Anstalten, sofort mit mir nach Hause zu verschwinden. So wurde ich irgendwann müde und gab auf. Ich würde ihn ja noch die nächsten Tage sehen, also nichts überstürzen. Vielleicht ist er ja kein Mann für Sex-on-the-first-date. Das macht ihn sogar interessanter.

Zwei Tage vergingen und es näherte sich der letzte Abend Bens. Ich signalisierte meiner Mitbewohnerin Bereitschaft, Ben wiederzusehen und zu vernaschen, am besten heute Abend.  Irgendwann meldete sie sich zurück, etwas betreten murmelte sie etwas von: letzter Abend Ben, und er wollte einen Ruhigen haben und sich mit meiner Mitbewohnerin und ihrer Schwester den Erinnerungen aus Kindertagen hingeben und irgendwie nochmal über seine Ex sprechen und so weiter. Außerdem plant er, wieder mit ihr zusammen zu kommen, da möchte er sich jetzt keinen Fehltritt leisten.

Ich war verletzt. Irgendwie fühlte ich mich abgeschoben, gedisst, vor den Kopf gestoßen und vor allem nach dem letzten Date erneut als nicht begehrenswert genug abgestempelt. Meine Mitbewohnerin beschwichtigte mich. Das Problem wäre nicht gewesen, dass er mich nicht begehrenswert genug gefunden hätte, sondern das Problem war, dass ich zu sexy gewesen bin und zu Vamp-femme-fatale-mässig ihn eingeschüchtert hätte. Too full on, too much sex for one man….

Na toll, nach diesen beiden letzten Erfahrungen bin ich jetzt komplett verwirrt: Der eine hielt mich für zu prüde, der andere für too hot…   Kann mir mal jemand sagen, was hier los ist? Die Nummer des Mr. Horny habe ich noch am selben Abend gelöscht. Ben habe ich leider nicht wieder getroffen… aber bekanntlich sieht man sich ja immer 2x im Leben…Also, Ben, wenn du das liest und du doch nicht mit deiner Ex zusammen bist, melde Dich :-)


Mr. Horny

Neulich lernte ich einen Typen flüchtig in einer Bar kennen. Er war gerade am Gehen und da ich ihn ganz süß fand, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn an. Ohne uns lange zu unterhalten, tauschten wir Telefonnummern. Ziemlich bald rief er an und da wir uns nicht gleich antrafen, kommunizierten wir eine Weile mit unseren Anrufbeantwortern. Dabei wurden die Sprüche immer witziger und charmanter und ich dachte: Bingo, wenigstens hat der Typ Humor. Endlich erreichten wir uns, und das Gespräch konnte locker mit dem Anrufbeantworter – Geflirte mithalten.

Wir vereinbarten, uns zu treffen. Als ich ihn eine Woche später wiedersah, schlug mein Herz noch höher, denn er sah noch besser aus, als ich ihn in Erinnerung hatte. Wir trafen uns in meiner Lieblings-Bar, in der ich quasi Heimspiel hatte. Nicht nur, dass viele Bekannte vorbeliefen und ich alle 5 Minuten ein „Hey hallo, wie geht’s?“ zugerufen bekam (ó lala, Madame kennt Gott und die Welt), sondern der Barkeeper meinte es gut und schenkte recht großzügig ein. Bald lachten wir um die Wette, ich war entzückt von seinem Humor und lachte Tränen, wie lange nicht mehr.

Irgendwann ließ Mr. Funny fallen, er habe eine offene Beziehung zu einer Frau in einem anderen Land. Ich war sichtlich enttäuscht, versuchte aber cool zu reagieren. Aha, offene Beziehung, das interpretierte ich eher als: die Richtige hat er noch nicht gefunden. In der Tat scheiterten all seine Beziehungen nach 2 Jahren. Nun ja, 2 Jahre finde ich nicht so kurz, zeugt es doch von einer gewissen Bindungsfähigkeit. Aber als er als Grund angab, ihn langweilte der Sex nach 2 Jahren, vor allem, weil er immer mehr bräuchte, als er kriegen konnte, zog ich innerlich eine Augenbraue hoch. Irgendwie schaffte es aber der Alkohol, dass ich alle Frühwarnsysteme ignorierte und mich auf dieses Abenteuer mit Mr. Horny einlassen wollte.

Irgendwann knutschen wir… Dazwischen sagte er noch, er wäre offen für alles und wenn wir jetzt miteinander schliefen, wäre das „voll ok“ (O-Ton). Ich wollte aber erst mal noch ein bisschen spielen und teasen. Das Küssen war super, sehr vielversprechend. Aber hallelujah, warum macht Frau eigentlich jeden Scheiß mit? Spätestens als er sagte, er bräuchte noch schnell etwas zu essen und sich daraufhin einen Döner reinzog, hätte ich eigentlich dankend ablehnen müssen. Stattdessen ließ ich mich weiter mit Knoblauchfahne küssen. Das einzige, was mich davon abhielt, weiterzugehen, war eigentlich mein Reiz, auszutesten, wie lange er meiner Ziererei widerstehen könnte. Drängelnd sagte er: „Wollen wir zu Dir?“. Ich verneinte, an den nächsten Morgen denkend und wie ich die Knofi-Fahne wieder zum Gehen bewegen würde. Daraufhin er: „Dann gehen wir zu mir“. Mir war aber bei dem Gedanken an WG-Atmosphäre und verpoppten, fremden Betten auch nicht wohl. Außerdem störte mich seine Fahne, aber noch mehr, dass er so selbstsicher war und sich unwiderstehlich fand. Irgendwie kam ihm gar nicht der Gedanke, dass man sich schon ein bisschen mehr bemühen muss, um mich ins Bett zu kriegen. OK, wir hatten einen tollen Abend, aber meine Erfahrung lehrte mich, dass ein Mann, wenn er toll ist und es wert ist, auch bis zum 2. Treffen warten kann. Nicht, dass ich was gegen Sex on the first date habe, aber irgendwie fühlte sich das hier nicht richtig an. Ich verneinte also wieder.

Ich bekam sogleich die Quittung, als er mich fragte: „Sag mal, hast Du ein Problem mit Sex?“. Ich schaute ihn verblüfft an. Nein, ganz im Gegenteil. Daraufhin schob er mich weg und sagte: „Dann bist du zu prüde für mich“. Ich dachte noch, WAAAS? Das ist ja wohl ein Scherz und fing an zu lachen. Immerhin hatte der ganze Abend ja eh einen humoresken Unterton. Aber er drehte sich um und ging…. Ohne Tschüss, ohne Vorwarnung…. Einfach so. Ich blieb noch stehen, dachte, jaja, der ist lustig, der verarscht mich ein bisschen. Irgendwann fing ich an, in meine Richtung zu gehen, in der Hoffnung, er sieht mich gehen und kommt schnell zurück, um mich aufzuhalten. Immerhin schien das ja alles zu diesem seltsamen Verführungsspiel zu gehören, dass er initiiert hatte. Mein Handy umklammerte ich griffbereit in meiner Jackentasche, er rief ja gleich an, um zu sagen: Hey sexy Lady, komm zurück…

Irgendwann erreichte ich meine Haustür… schloss auf… zog die Tür zu… war drin und begann zu checken, dass er nicht mehr anrief. Was für ein Arschloch!

Gut, dass ich nicht mitgegangen war, dachte ich, dies allerdings erst ein paar Tage später, denn so ein Typ wäre wieder einer mehr in der Karteileichen-Kartei der „Ich-melde-mich-Typen“ geworden, in die ich mich immer erst im Nachhinein unter Voll-Projektion verknallt hätte. So gesehen ist mir viel Leid erspart geblieben.

Das eigentlich Schlimme an der Geschichte aber war, dass dieser Typ so viele Zweifel in mir wachgerufen hatte. Zweifel, ob ich vielleicht wirklich ein Problem mit Sex habe, ob ich wirklich prüde bin, ob ich nicht einfach endlich mal wieder hätte Spaß haben sollen… Scheiß auf den emotionalen Kater, der danach kommt. Einfach mal wieder unvernünftig sein, eine wilde Nacht mit tollem Sex und ungezügelter Lust und…so weiter…

Dass dieser blöde Typ es geschafft hatte, dass ich mich selbst hinterfrage, dass ich unsicher wurde, dass ich sauer auf mich selbst war und das Gefühl hatte, einen legendären One-Night-Stand versäumt zu haben, das waren Gedanken, die meinem Verhalten Lügen straften.

Aber vielleicht muss ich mir endlich eingestehen, dass ich nicht die unkontrollierte Frau bin, die sich, ohne an das Morgen zu denken, in wilde Abenteuer stürzt und sich von dem Kater danach nicht abhalten lässt, viele „unvernünftige“ Sachen zu machen… Vielleicht bin ich einfach zu sehr Romantikerin, die in Blumenwiesen von ehrlichen und tief emotionalen Augenblicken träumt…. Oder einfach nur von jemandem, der es ehrlich mit mir meint…


Männer mit Fehlern

Gerade habe ich das Postfach bei einer Singlebörse geleert. Leider waren keine spannenden Mails dabei,  aber meine armen Augen wurden mal wieder durch grobe Rechtschreibfehler strapaziert.

Besonders enttäuschend fand ich die Mail eines Mannes, der „endtäuscht“ und „tollerant“ schrieb. Nein, solch gravierende Fehler finde ich gar nicht toLL. Die falsche tolerant-Schreibart ist mir schon öfters begegnet und jedes Mal sinkt mein Interesse auf Null.

Ein weiteres häufig auftretendes Problem ist die Schreibweise von „das“ und „dass“. Manche scheinen gar nicht zu wissen, daSS man „das“ auch mit doppeltem S schreiben kann, von der dazugehörigen Kommasetzung ganz zu schweigen.

Wenn man schon der deutschen Sprache nicht mächtig ist, könnte man ja zumindest seine Mails vorschreiben und die Rechtschreib-/Grammatik-Hilfe zu Rate ziehen. Doch scheinbar sind sich diese Mannesbilder ihres Nachhilfebedarfs gar nicht bewusst. Wenn sie virtuell auf Frauen treffen, die ebenso schlecht schreiben, ist ja auch alles in Ordnung. Vielleicht gibt es ja auch Frauen, die tolleranter, ähm toleranter sind als ich und über solche Fehler hinweg sehen, aber ich bin da ziemlich pingelig – außer bei eindeutigen Tippfehlern, die jedem unterlaufen können.

Wenn Singlebörsen und Partneragenturen anfingen, in ihre Mailvorlagen Autokorrektur-Funktionen einzubauen, wäre das vielleicht auch nicht so gut, denn möglicherweise würde ich viel zu spät einen Zettel auf meinem Nachttisch finden, der sich dann so liest: „Guten morgen meine Süsse. Ich hoffe du hast schön geschlafen. Seid ich dich habe bin ich sooo glücklich! Ich werde dich vermiesen…“

Deutsch 6, setzen!


Just married

Wieder einmal stand eine Hochzeit an, eigentlich wollte ich mich dem Beiwohnen von Hochzeiten total verweigern, aber irgendwie scheint mir das nicht zu gelingen. Man will den guten Freunden ja nicht vor den Kopf stoßen, schließlich freuen sie sich auf den „schönsten Tag in ihrem Leben“.

Man sollte doch meinen, dass es Scheidungs- und Patchwork-Kindern besonders schwer fällt, an die Ehe zu glauben, doch ich beobachte das Gegenteil. Woher nehmen sie nur die Zuversicht, es besser zu machen?

Ich habe die Braut gefragt, warum sie nach nur zwei Beziehungsjahren das Ja-Wort gibt, wo doch ihre Eltern getrennt leben und auch sie von ihrem letzten Freund nach 8 Jahren (!) wegen einer anderen verlassen wurde. Ihre Antwort: „eine Garantie gibt es eh nicht“.

Ok…wenn es also keine Garantie gibt, wozu überhaupt erst heiraten? Und wie viel Bedeutung wird dem Eheversprechen “in guten wie in schlechten Zeiten…bis dass der Tod euch scheidet“ beigemessen? Wird dann, wenn eine wirklich schwierige Phase ansteht, lieber das Handtuch geworfen, als versucht, die Beziehung zu kitten?

Nahezu jede zweite Ehe wird geschieden; entweder muss es äußerst schwer sein, das Eheversprechen einzuhalten oder zum Zeitpunkt der Eheschließung wird gar nicht erst an weniger verliebte Zeiten gedacht – hat man doch immer noch die Option Scheidung.

Das besagte Pärchen sah wirklich glücklich aus und ich wünsche ihnen, dass sie es für immer und ewig bleiben. Aber ich frage mich, ob sie auch so rasch geheiratet hätten, gäbe es die Möglichkeit der Ehescheidung nicht.

Als es an das Brautstraußwerfen ging, versuchte ich mich so gut wie möglich zu verstecken, während sich die Single-Karrierefrau genau an richtiger Stelle positionierte. Auch der Bräutigams-Strauß sollte an den Mann gebracht werden – ein kleiner Junge war im Begriff ihn aufzufangen, wurde jedoch von seiner älteren Schwester brutal zur Seite geschubst.

Ich dachte wenigstens Kinder seien vernünftiger, kennen sie das Problem doch schon aus dem Kindergarten, wo ein Kind das andere fragt: „Was, du hast noch Eltern, die zusammen sind??“


Sex beim ersten Date?

Sex gehört zu einer gesunden Partnerschaft dazu und wenn dieser fehlt oder unstimmig ist, krankt meist auch die Beziehung. Schon bei der Auswahl des Partners bestimmt die sexuelle Anziehungskraft darüber, ob man zusammen findet.

Nun bedeutet sexuelle Anziehungskraft allein aber nicht, dass es sexuell auch passt. Schon beim ersten Kuss könnte die Lust auf mehr verfliegen. Doch angenommen der erste Kuss ist traumhaft, die Treffen sind anregend und romantisch, man verliebt sich und kann es schließlich kaum noch erwarten, den anderen ganz nah zu spüren…

Und dann, wenn es nach mehreren Dates endlich soweit ist, stellt man fest, da stimmt etwas nicht…Sei es, weil sein gutes Stück zu klein oder zu groß ist, zu viel oder zu wenig rasiert ist oder der gute Mann keine Standfestigkeit und/oder Ausdauer beweist.

Wäre es dann nicht besser gewesen, dies gleich am Anfang heraus zu finden und nicht erst, wenn man schon über beide Ohren verliebt ist?

Viele Dating-Ratgeber warnen vor Sex beim ersten Date, obwohl sich sicherlich genügend Pärchen finden lassen, bei denen Sex am ersten Abend zu einer ernsthaften Beziehung geführt hat.

Der Vorteil am Sex beim ersten Date ist der, dass man, wenn es sexuell nicht passt, keine Zeit verschwendet hat. Man kann sich galant aus der Affäre ziehen und das Ganze als One Night Stand abtun. Theoretisch muss man sich weder erklären noch entschuldigen.

Wenn man aber schon ein paar romantische Dates hinter sich gebracht hat und glaubt, den Traummann endlich gefunden zu haben, sieht die Lage schon wesentlich schwieriger aus.

Die Enttäuschung ist einfach um vielfaches größer und man (FRAU) wird eher versucht sein, sich das Problem schön zu reden oder nach Gründen zu suchen wie: er war zu aufgeregt und kam deshalb zu schnell oder der Erwartungsdruck war zu hoch, deshalb konnte er nicht…

Ich möchte hier weder raten, es beim ersten Date zu tun, noch nach dem dritten oder fünften. Es am ersten Abend zu wollen, aber nicht zu tun, weil man denkt, es gehört sich nicht, ist sicherlich genauso falsch, wie es zu tun, wenn man noch nicht wirklich bereit dafür ist.

Der richtige Zeitpunkt kann nur der sein, den man selbst für richtig hält; wenn es sich richtig anfühlt und es beide wollen – ob nun am ersten Abend oder erst am fünften.

Aber man sollte sich durchaus vorher darüber Gedanken machen, welche Erwartungen man hat und wie man mit einer möglichen Enttäuschung umgehen würde.